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  • Schneider Electric unterstützt Unternehmen auf dem Weg zu ISO 50001

ISO 50001 anspruchsvoller durch neue Audit-Anforderungen der ISO 50003

Unternehmen, die an ihren Standorten ein Energiemanagement-System nach ISO 50001 nutzen, werden seit Oktober 2017 gemäß der neuen ISO 50003 geprüft. Sie sind nun verpflichtet, die Wirksamkeit der eingeleiteten Energiesparmaßnahmen zu belegen. Geplante Verbesserungen der Energiebilanz müssen am Ende des Bewertungszeitraums daher nachweislich erfolgreich abgeschlossen sein. Um strategische Energieentscheidungen treffen zu können, hat Schneider Electric Energiemodelle in einer Datenmanagement-Plattform digitalisiert. Anhand dieser können Einsparszenarien simuliert und zukünftige Entwicklungen unter bestimmten Bedingungen vorhergesehen werden. 

Die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) ist mittlerweile nicht mehr nur eine umweltfreundliche Initiative, sondern ein unternehmensstrategisches Instrument, mit welchem die Gesamtbetriebskosten eines Unternehmens gesenkt werden können. Allein in Deutschland erkannten bis 2016 über 9.000 Unternehmen die Relevanz eines EnMS. Systematisch untersuchen sie seither ihre Produktionsstandorte, spüren Energieeinsparpotenziale auf und leiten Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse ein. Und dies durchaus erfolgreich: Unternehmen, die sich beispielsweise vom Energiespezialisten Schneider Electric bei der Einführung eines EnMS beraten ließen, konnten bis zu 20 Prozent ihrer Energiekosten einsparen. 

Für stromkostenintensive Unternehmen hat die Nutzung eines EnMS darüber hinaus noch weitere Vorzüge. Für sie entstehen Steuervorteile und Strompreisvergünstigungen. Aufgrund ihres hohen Strombedarfs sind die Unternehmen besonders von der EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende betroffen. Um die somit entstehenden Wettbewerbsnachteile – vor allem auf globaler Ebene – auszugleichen, können sie eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Energie- und Stromsteuerbelastung über den sogenannten Spitzenausgleich drastisch zu reduzieren. Stromkostenintensive Unternehmen erreichen so eine Senkung ihrer Energiekosten von bis zu 30 Prozent. Um diese Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, müssen Unternehmen allerdings eine zertifiziertes Energiemanagement-System gemäß ISO 50001 nachweisen. 

Positive Einsparergebnisse müssen belegt werden 

Mit Inkrafttreten der neuern ISO 50003, also die Norm für Auditoren der ISO 50001, wurde das Zertifizierungsverfahren für EnMS deutlich verschärft: Anders als zuvor reicht jetzt die ausschließliche Planung von Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung nicht mehr aus. Seit Oktober 2017 müssen die Auditoren zusätzlich prüfen, ob die geplanten Veränderungen mit Erfolg umgesetzt wurden. Hierfür muss die kontinuierliche Verbesserung der energetischen Leistung mit Aktionsplänen aktiv eingeleitet und mit geeigneten Methoden objektiv nachgewiesen sein. Der Verlust der Zertifizierung droht, wenn die bewerteten Maßnahmen nicht positiv abschließen und der Nachweis erfolgreicher Energiesparmaßnahmen somit nicht erbracht werden kann. Für die Nachweiserbringung identifizieren die Energieberater von Schneider beispielsweise aussagekräftige Energieleistungskennzahlen (EnPI = Energy Performance Indicator) und -modelle und vergleichen diese mit der energetischen Ausgangsbasis (EnB). 

Verantwortliche Personen identifizieren und benennen 

Die im Energiemanagement involvierten Mitarbeiter, das sogenannte „wirksame Personal“, sind ebenfalls Gegenstand der ISO 50003-Reformen. Hierfür müssen künftig vor allem Personen identifiziert und benannt werden, die für Veränderungen und Verbesserungen in energierelevanten Bereichen sowie für zentrale Energieeinsätze verantwortlich sind. Sie stehen dann auch den Auditoren als Ansprechpartner während des gesamten Zertifizierungszeitraums zur Seite. Infolge der erweiterten Anforderungen kommt es zu einer Verlängerung der Auditzeiten. Eine Erstzertifizierung dauert somit bei einfachen Abläufen und geringer Unternehmensgröße mindestens drei Tage und kann bis zu fünfzehn verantwortliche Personen binden. Bei komplexen Prozessen und großen Unternehmen können sogar über 100 Personen bis zu zwölf Tage in Anspruch genommen werden. 

Entscheidungshilfe durch digitalisierte Energiemodelle 

Eine Unterstützung bei Bewältigung der umfangreichen Anforderungen des EnMS bietet ein ganzheitlicher Beratungsservice der Energiespezialisten von Schneider Electric. Dieser beinhaltet die fachkundige Begleitung des gesamten Prozesses. Unterstützt wird der Kunde daher nicht nur beim Energieeinkauf oder der energieeffizienten Stromverteilung in der Infrastruktur, sondern auch beim normkonformen Energiemonitoring und bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Aktionsplänen. Diese stellen den kontinuierlichen Einsparerfolg in einem Energiemanagement-Programm sicher. Die Sammlung und Analyse von Daten sowie die Projektplanung kann durch eine Software-Plattform deutlich vereinfacht werden. Eine solche Plattform ist beispielsweise der EcoStruxure Resource Advisor von Schneider. Mit dessen Hilfe können Energieeinspar-Initiativen global koordiniert und ausgewertet werden. Dabei werden unterschiedliche Datenquellen miteinander vernetzt und anschließend anhand übersichtlicher Dashboards visualisiert. Standortunabhängig können Mitarbeiter so auf aussagekräftige Daten zugreifen und sie zu Prüfungs- oder Analysezwecken nutzen. So kann unter anderem die Entwicklung des eigenen Standorts mit unternehmensweiten Nachhaltigkeitszielen abgeglichen oder der eigene CO₂-, Wasser- und Abfall-Footprint abgerufen werden. EcoStruxure Resource Advisor ist Teil von EcoStruxure, einer IoT-fähigen, offenen und interoperablen Systemarchitektur und Plattform. Sie lässt sich in den Bereichen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Konnektivität einsetzen. 

Darüber hinaus können mit dem EcoStruxure Resource Advisor Energiemodelle digitalisiert und Trends vorausgesagt werden. Die Modelle stellen den Energieverbrauch innerhalb eines bestimmten Bezugszeitraums dar und werden für den Berichtszeitraum des EnMS extrapoliert. Innerhalb dieses Szenarios können verschiedene Veränderungen ausprobiert und auf ihren Mehrwert hin geprüft werden. So kann mit dem Einsatz effizienterer Technologien oder organisatorischen Änderungen im Prozess experimentiert werden. Anhand der Ergebnisse lassen sich Alternativen sowie Korrekturmaßnahmen evaluieren, was wiederum eine fundierte Grundlage für energierelevante Investitionsentscheidungen liefert. Das Zertifizierungsverfahren nach ISO 50001 bzw. ISO 50003 lässt sich auf Basis der EcoStruxure Resource Advisor-Plattform somit optimal vorbereiten und durchführen. 

Fazit 

Die digitalen Energiemodelle des EcoStruxure Resource Advisors bieten umfangreiche Möglichkeiten, unternehmensweite Verbrauchsdaten zu erfassen und zu analysieren. So kann den neuen verschärften Nachweispflichen der ISO 50001 bzw. 50003 vollumfänglich nachgekommen werden. Die gesammelten Daten werden durch Evaluationsergebnisse verschiedener Entwicklungsszenarien erweitert, sodass eine fundierte Wissensgrundlage für strategische Energieentscheidungen zur Verfügung steht. Darüber hinaus wird eine wirkungsvolle Überwachung hinterlegter Maßnahmenpläne möglich.

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